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Neuer Flyer zu Potenzialen Solarer Prozesswärme

Im Rahmen eines vom BSW gemeinsam mit Partnern durchgeführten IKI-Projektes „Solar Payback“ ist kürzlich ein neuer Flyer entstanden, der die Potenziale und die vielerorts inzwischen deutlich attraktiveren Investitionsbedingungen für solare Prozesswärme (SHIP) und verwandte Anwendungen erläutert. Skaleneffekte führen seit Jahren zu sinkenden SHIP-Kosten in Europa. In nur sechs Jahren sind die Kosten um zwei Drittel gesunken. Der Flyer kann hier kostenfrei heruntergeladen werden .

Raumwärme und warmes Wasser machen durchschnittlich 85 Prozent des jährlichen Energieverbrauches in deutschen Haushalten aus. Steigende Rohstoffpreise und der ab 2021 greifende CO₂-Preis machen die kostenlose Sonnenwärme immer attraktiver. Mit einer Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung können Hausbesitzer/innen ihren Gaskessel im Sommer ganz auslassen. Oder sie kombinieren Solarthermie mit einer zweiten erneuerbaren Heiztechnologie und heizen komplett klimaneutral. Und das auch noch mit attraktiver Förderung!

Auch für Fernwärmekund/innen bietet die Solarthermie gemeinsam mit anderen erneuerbaren Energien die Möglichkeit, mehr und mehr weg von den fossilen Brennstoffen und hin zur klimaneutralen Wärme zu kommen.
Der Bundesverband Solarwirtschaft partizipiert als Interessenvertretung der deutschen Solarbranche aktiv an der öffentlichen Debatte um die Energiepolitik. Im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, Wirtschaftsvertretern, Medien und Öffentlichkeit erarbeitet der Verband Positionen und Konzepte zu aktuellen Fragestellungen der Energiepolitik. Wir setzen uns aktiv ein für die Wärmewende – hier ist noch viel zu tun in deutschen Heizungskellern und Fernwärmenetzen!

Steuerliche Förderung und Bundesförderung für effiziente Gebäude

Zum Jahreswechsel 2019/2020 haben sich aus Sicht der Solarwärme-interessierten EigenheimbesitzerInnen zahlreiche Verbesserungen ergeben: Neben der völlig neuen steuerlichen Förderung beim Heizungstausch wurden die Fördersätze für Solarwärmesysteme im Marktanreizprogramm (MAP) insbesondere im Gebäudebestand deutlich erhöht. Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wurden ab 2021 das MAP sowie die Effizienzhauspakete der KfW unter einem Förderdach zusammengefasst.

Das MAP lief zum 31.12.2020 aus. Einzelmaßnahmen im Gebäudebestand (Heizungstausch, Heizungsoptimierung) werden seit dem 1.1.2021 zu identischen Fördersätzen über die BEG gefördert. Zum 1.7.2021 werden auch die sogenannten systemischen Maßnahmen an den Start gehen, d.h. die Förderung für das Erreichen eines bestimmten Effizienzhausstandards nach KfW im Neubau oder durch Sanierung.

Mit der steuerlichen Förderung bekommen VerbraucherInnen – ganz einfach und ohne vorherigen Antrag oder eine Energieberatung – 20 Prozent der Investitionssumme für ihre neue Solarthermieanlage vom Staat zurück. Die Fördersumme wird von der Steuerschuld abgezogen.

Förderung im Schnellüberblick

Wie läuft die Antragstellung?

Geförderte Anlagen müssen vorab genehmigt werden. Der Förderantrag muss also bereits vor Auftragsvergabe an einen geeigneten Installateur beim BAFA eingereicht werden. Es gilt weiterhin, dass nach dem Erhalt der Eingangsbestätigung auf eigenes Risiko mit der Maßnahme begonnen werden kann. Wenn eine Förderfähigkeit der Anlage weitgehend unstrittig erscheint, kann dieses Risiko eingegangen werden. Auf der sicheren Seite ist man, wenn der Maßnahmenbeginn erst nach Bewilligung der Förderung durch das BAFA erfolgt.

Alle Informationen auch zum Antragsverfahren und Fördersätzen finden Sie auf der Website des BAFA .

Hilfreiche Links zur Förderung

Informationen zur BEG – Austausch der Heizungstechnik
Steuerliche Förderung

Hinweis

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat zur neuen BEG eine Liste mit häufig gestellten Fragen veröffentlicht , welche fortlaufend aktualisiert wird.

Bearbeitungszeit & Erreichbarkeit: Wie viele Unternehmen in Deutschland ist auch das BAFA von den Einschränkungen durch Covid-19 betroffen. Gleichzeitig erfreut sich das Förderprogramm größter Beliebtheit. Daher kommt es derzeit leider zu Verzögerungen bei der Antragsbearbeitung.

Den Stand Ihres Antrags können Sie direkt online im BAFA-Portal einsehen.

Geschäftsklimaindex Solarthermie

Der BSW erhebt regelmäßig aktuelle Geschäftsklimaindizes sowie zahlreiche andere Marktstatistiken und bietet seinen Mitgliedern damit Orientierung für die Ausrichtung und regelmäßige Evaluierung der eigenen Unternehmensentwicklung.

Zu den Marktdaten

Solarthermie in Wärmenetzen

Nah- und Fernwärmenetze sind ein wichtiger Schlüssel zur verstärkten Integration der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor. Sie ermöglichen es, erneuerbare Energien im großtechnischen Maßstab und zu günstigen Kosten zu sammeln und zu den Verbrauchern (Industrie, Gewerbe, Endverbraucher) zu bringen. Zudem sind Wärmenetze flexibel im Hinblick auf die Integration vielfältiger Wärmeerzeugungstechnologien.

Große Solarthermie-Anlagen können bereits jetzt – und auch in Deutschland – zu wettbewerbsfähigen Kosten von 3 bis 5 Cent pro kWh Wärme für Wärmenetze zur Verfügung stellen. Sie bietet ein hohes Maß an langfristiger Kostensicherheit für Versorger und Verbraucher. Brennstoffkosten fallen zukünftig nicht mehr an und die Investition ist gut kalkulierbar. Die solare Netzwärme ist also schon lange kein Demonstrationsprojekt mehr. Entsprechend verzeichnet die Branche derzeit ein großes Interesse bei potenziellen Kunden, etwa aus dem Stadtwerkebereich, im deutschen Markt.

Weiterhin starker Zubau solarer Wärmenetze 2020

Nach bereits starken Marktzahlen in den Vorjahren fand auch im Jahr 2020 ein reger Zubau von Solaren netzgebundenen Großanlagen statt. Nach aktuellen Erhebungen des Steinbeis-Forschungsinstituts Solites steigt damit die Leistung solarer Wärmenetze in Deutschland in 2020 um 41 Prozent. Sie beträgt nun insgesamt rund 75 Megawatt.

Verbandsziel: Mehr Solarwärme in den Netzen!

Der BSW-Solar hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu einer stärkeren Nutzung der Solarwärme für die Bereitstellung des Wärmebedarfs in Wärmenetzen zu kommen. Die Potentiale der Solarwärme in Wärmenetzen hat auch die Politik erkannt. Davon zeugt die Einführung von neuen Förderinstrumenten wie zum Beispiel das Förderprogramm „Wärmenetze 4.0“ – nähere Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle .

Auch die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung im KWK-G soll sich künftig stärker an den Erneuerbaren ausrichten. Zu diesem Zweck wird in den sog. KWK-Innovationsausschreibungen die Verbindung aus Solarthermie (oder Wärmepumpen) und KWK-Anlagen angereizt. Und der Bund bietet für solarthermisch unterstützte Wärmenetze weiterhin sehr attraktive Fördermöglichkeiten über das Marktanreizprogramm der KfW.

Politische Arbeit des BSW

Der Bundesverband Solarwirtschaft verfolgt mehrere Ansätze für mehr Solarwärme in den Wärmenetzen. Neben einer verbesserten Förderung über die Förderprogramme des Bundes (insbesondere Marktanreizprogramm) halten wir die Einführung einer Bepreisung von CO₂ ab 2021 für ein gut geeignetes Mittel, um die fossilen Energieträger und Erzeugungstechnologien durch Erneuerbare zu ersetzen. Dafür haben wir uns stets eingesetzt und auch wenn der Einstiegspreis nicht nur unserer Ansicht nach zu gering ausfällt, ist es doch der lang erkämpfte Schritt in die richtige Richtung.

Bautechnik und Baurecht

Für Solarthermiemodule gelten je nach Bundesland teilweise unterschiedliche baurechtliche Anforderungen. Auch unterscheiden sich die Auflagen für Freiflächen- und Dachanlagen voneinander. Hinweispapiere zum Thema Bautechnik und den Kontakt zur entsprechenden BSW-Fachgruppe finden Sie hier .